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Die Geschichte

In 1963 gründete Mogens A. Stærmose die Firma, die heute den Namen Juliana Drivhuse A/S trägt – es war der Startschuss für über 50 Jahre voller interessanter Entwicklungen.

Zunächst stellte das Unternehmen diverse Wäscheständer für den Innenbereich her, später auch die heute weit verbreiteten Wäschespinnen.

Die Produktion erfolgte zum Teil im Keller von Mogens A. Stærmoses Privathaus und wurde später in bescheidene Räumlichkeiten in der Nähe des Hafens von Odense verlegt. Davor war Mogens A. Stærmose Handelsreisender, weshalb die Wäscheständer vor allem auf dem dänischen Markt vertrieben und landesweit durch Eisenwarenhändler verkauft wurden.

 

Mitte der 1970er Jahre wurden Wäscheständer aus Aluminium hergestellt, daher war es folgerichtig zu untersuchen, ob es andere Produkte aus diesem Material gab, deren Fertigung sich lohnen könnte.

Hobbygewächshäuser waren zu jener Zeit ein völliges Novum in Dänemark, und es waren nur importierte Modelle erhältlich.

Mogens A. Stærmose hatte einen guten Freund, der Ingenieur war. Gemeinsam entwickelten sie ein Gewächshaus für dänische Gartenbesitzer und begannen mit der Produktion. Damit hatte das Unternehmen sein heutiges Kerngeschäft gefunden.

 

Gegen Ende der 1970er Jahre begann Mogens A. Stærmose, ans Aufhören zu denken und das Unternehmen auf einen Verkauf vorzubereiten.

In diesem Prozess stand ihm sein Sohn Bo Stærmose, ein ausgebildeter Jurist, zur Seite. Entgegen aller Pläne war es schließlich Bo Stærmose, der die Firma 1983 übernahm – damit war der Generationswechsel vollzogen.

In den Jahren zuvor hatte Bo Stærmose mit dem Export von Gewächshäusern auf die umliegenden Märkte in Skandinavien und Deutschland begonnen, der in den 1980er Jahren so richtig in Schwung kam.

Die hochwertigen Produkte waren beliebt, und schon bald waren die Exportumsätze höher als der Umsatz auf dem heimischen Markt.

 

England ist ein wahres Gartenland, und Juliana hatte seit mehreren Jahren versucht, auf dem englischen Markt Fuß zu fassen. Doch die Konkurrenz war groß. Erst mit der Übernahme zweier Konkurrenten 1995 und 1997 wurde dieses Ziel erreicht.

Die beiden Firmen wurden zusammengeschlossen und bildeten eine gute Basis auf einem Markt, der auch heute noch führend ist in Sachen Gewächshäuser für private Gartenbesitzer.

 

Im Laufe der 1990er Jahre kam es zu einer großen Outsourcing-Welle bei dänischen Unternehmen. Kostenintensive Arbeit wurde nach Osteuropa und später nach Fernost ausgelagert, und auch Juliana musste sich mit diesem Gedanken auseinandersetzen.

Die Entscheidung, in Dänemark zu bleiben, wurde von zwei grundlegenden Faktoren bestimmt: Zum einen von der Tatsache, dass Produktion und Produktentwicklung zusammenhängen. Für Juliana spielt die Produktentwicklung eine entscheidende Rolle, um sich auf einem Markt durchzusetzen, auf dem die Kunden innovative Lösungen nachfragen.

Der andere Faktor ist die Tatsache, dass Gewächshäuser Saisonprodukte sind und man bei Auslagerung der Produktion einen Teil seiner Flexibilität einbüßt.

Daher beschloss man, in den Bau eines neuen Werks direkt an der Autobahn durch Fünen zu investieren. Das schicke Werk wurde 1999 fertiggestellt und bot zahlreiche Automatisierungstechniken, die die Produktion effektiver machten.

 

Juliana war seit vielen Jahren als Gewächshaushersteller erfolgreich und strebte nun eine Ausweitung seiner Aktivitäten an. Dies geschah mit der Übernahme des Briefkastenherstellers Allux 2001.

Auf den ersten Blick haben die beiden Produkte nichts miteinander zu tun, doch da sich Briefkästen i. d. R. von November bis Februar am besten verkaufen, boten sie den Vertriebsmitarbeitern die Möglichkeit, auch außerhalb der Gewächshaussaison tätig zu werden.

In 2004 erfolgte eine weitere strategische Übernahme: Aarup Halmvare, ein Unternehmen, das diverse Gartenartikel wie z. B. Vogelhäuschen, Spaliere und Gartenzäune produzierte. Diese Übernahme ermöglichte es der dritten Generation in Person von Nikolaj Stærmose, Erfahrungen mit der Führung eines Unternehmens zu sammeln.

 

Ein Generationswechsel ist nicht einfach und verläuft nicht immer nach Plan. 2007 wurde die Tochtergesellschaft Aarup Halmvare in die Muttergesellschaft integriert, und Nikolaj Stærmose übernahm die Verantwortung für die gesamten Vertriebsaktivitäten von Juliana.

Die beiden Generationen einigten sich darauf, den formelleren Teil des Generationswechsels 2009 durchzuführen. Heute sieht die Rollenverteilung so aus, dass Bo Stærmose für den Konzern und Nikolaj Stærmose für die Geschäftsführung der Muttergesellschaft Juliana Drivhuse A/S verantwortlich ist.

Die Finanzkrise, die Ende 2008 die ganze Welt traf, führte bei vielen Unternehmen zu großer Unsicherheit. Es ergaben sich aber auch neue Chancen, die Juliana 2009 mit der Übernahme des langjährigen englischen Konkurrenten Halls zu nutzen verstand.

Im Jahr darauf kaufte man einen weiteren englischen Gewächshaushersteller, Gabriel Ash, der exklusive Modelle aus kanadischem Zedernholz fertigt.

 

Das 50-jährige Bestehen von Juliana wurde 2013 gebührend gefeiert. Es fand eine sogenannte Rezeptionskonferenz statt, bei der u. a. die damalige dänische Umweltministerin Ida Auken eine Rede hielt. Am Abend folgte ein schönes Fest für Mitarbeiter und Freunde des Hauses.

Mit einem Alter von 50 Jahren kann Juliana auf eine interessante Geschichte zurückblicken und sich in aller Bescheidenheit als größten europäischen Hersteller von Gewächshäusern für Privatleute bezeichnen. Nicht zuletzt die Übernahmen von 2009 und 2010 haben diesen Status zementiert.

Doch wie heißt es so schön? Man ist nur so gut, wie sein letztes Ergebnis. Daher sind sich die Mitarbeiter von Juliana bewusst, dass man sein Geschäftsmodell, seine Verfahren und nicht zuletzt sein Produktsortiment stets weiterentwickeln muss.