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So pflanzt man Tomaten in Pflanzkästen mit Kapillarbewässerung

Gibt es etwas Besseres als den Geschmack von Tomaten, die im eigenen Gewächshaus rund, süß und saftig herangereift sind? Nein, nicht wirklich, oder? Das ist etwas Besonders – selbstangebaute Tomaten, wo der Transport von der Erde bis zum Esstisch auf wenige Meter reduziert ist.

Der dänische Frederik Skovgaard, der mit seiner Freundin Nanna Nørholm das Instagram Profil Udkansk betreibt, hat zusammen mit Projekt Bækkelund eine Instagram Story erstellt, die ausführlich zeigt, wie man Tomaten in Pflanzkästen mit Kapillarbewässerung heranzieht. Wir durften diesen kleinen Film in einen Guide für unsern Gewächshausklub umwandeln. 

Man braucht:

 

  • Einen Pflanzkasten geeignet für Kapillarbewässerung

  • Einen Sack Pflanzenerde

  • Zwei Tomatenpflanzen

  • Ganz viel Wasser 

Ein Pflanzkasten, der sich für Kapillarbewässerung eignet, ist ein Styroporkasten mit drei Trichtern. Der Kasten funktioniert als eine Art Selbstbewässerungssystem, indem man einen Sack Pflanzenerde auf den Pflanzkasten legt und Löcher in dessen Boden schneidet. Danach stopft man die Erde in die Trichter. Auf diese Weise kann das Wasser, dass man unten in den Kasten gibt durch die Erde nach oben dringen.

 

1. Als erstes muss der Sack Pflanzenerde gut durchgeknetet werden, damit die Erde darin aufgelockert und gut durchgemischt wird.

2. Als nächstens kann der Pflanzkasten im Gewächshaus platziert werden – mit dem Sack Pflanzenerde obendrauf – eventuell in einem Übertopf (Link). Das Plastik des oberen Teils der Pflanzenerde muss nun aufgeschnitten und die Erde darin gut gewässert werden, bevor man die Tomaten einpflanzt. Die Erde sollte durchgehend feucht sein. Dort wo der Sack Pflanzenerde auf die Trichter im Pflanzkasten trifft, müssen zwei Löcher in die Unterseite geschnitten werden. (Zum Beispiel indem man die Erde zur Seite schaufelt und mit einem Gartenmesser die Löcher schneidet.) Danach stopft man die Pflanzenerde gründlich in die Trichter des darunterliegenden Kastens.

3. Nun ist es Zeit die Tomatenpflanzen in einen Sack Pflanzenerde zu setzen. Tomatenpflanzen werden groß und brauchen Platz, deshalb empfiehlt Frederik maximal zwei Pflanzen pro Sack Pflanzenerde. Die Pflanzen füllen einigen Platz in der Erde, deshalb ist es wichtig etwas Luft zwischen den Pflanzen zu lassen. Außerdem sollte man das Loch, in das die Pflanzen sollen, tief in die Erde und Trichter stechen – Tomaten sind anders als andere pflanzen, sie dürfen gerne etwas tiefer eingepflanzt werden. Das macht die Pflanzen mehr stabil, da die Wurzeln sonst an den Seiten aus der Erde wachsen können. Das ist eine besondere Eigenschaft der Tomate. Der Wurzelhals einer Tomatenpflanze ist empfindlich, deshalb sollte man darauf achten die Pflanzen in gleicher Tiefe einzupflanzen, wie sie auch zuvor im Topf gewachsen ist (wobei die Pflanze schon ein bisschen tiefer in die Erde kommen darf).

4. Eine kleine Tomatenpflanze wie diese wächst schnell in die Höhe, deshalb ist es gut ihr ausreichen Platz zu lassen.

5. Nun ist es an der Zeit den Pflanzkasten durch das kleine Loch in der einen Ecke mit Wasser zu füllen. Der Kasten kann viel Wasser aufnehmen, und das bedeutet, dass man nicht so oft mit der Gießkanne nachhelfen muss.

6. Während die Pflanze in die Höhe wächst, ist es wichtig darauf zu achten die Seitentriebe zurückzuschneiden. Frederik hat angekündigt das im nächsten Video zu zeigen – folgen Sie/folgt „Udkast“ und „Projekt Bækkelund“ deshalb auf Instagram und viel Spaß mit den Tomaten.