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Ihrem Chili müssen Sie mit Härte begegnen

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Chili anbauen kann jeder, doch Sie müssen auch Härte zeigen

Haben Sie schon einmal Chili in Ihrem Gewächshaus angebaut? Wenn nicht, ist das unbedingt einen Versuch wert.


Chili gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und trägt den Gattungsnamen Capsicum. In dieser Gattung gibt es recht viel Namensverwirrung.

Grüne Paprika und Chili sind so eng verwandt, dass man nur von zwei verschiedenen Sorten innerhalb der Gattung spricht.

Eine normale grüne Paprika, die im Übrigen rot, gelb oder orange werden kann, wenn sie reif ist, und je nach Farbe ändert sich der Name, kann gut als eine Chilisorte ohne Schärfe bezeichnet werden.

 

 

Über Chili 

Chili wurde von den Spaniern nach Europa gebracht und hieraus entstand der Name spanischer Pfeffer. Allerdings hat Chili botanisch nichts mit Pfeffer zu tun, auch wenn der Geschmack an schwarzen Pfeffer erinnert. Gewürzpfeffer, Piper nigrum, ist eine Steinfrucht, die an einem immergrünen Kletterstrauch wächst. 

 

 

Letzter Aufruf

Der Anbau von Chili ist nicht besonders schwierig, auch wenn die Pflanze aus dem Gebiet um Brasilien stammt. Trotzdem braucht es für ein gutes Ergebnis einen guten Start. 
Die Samen werden zeitig, gerne im Februar und spätestens um den 1. April, ausgesät. Die Temperatur muss 22-25 Grad betragen und es muss ein besonders feiner, nicht zu stark gedüngter Torf verwendet werden. 
Man kann in Töpfe, Styroporkästen o. ä. aussäen. Wer ein bisschen spät dran ist, kann Pflanzen kaufen und sie im Mai auspflanzen. Sie müssen am wärmsten Ort in Ihrem Gewächshaus stehen und brauchen sehr viel Licht.

Sie in den Schatten zwischen zwei Tomatenpflanzen zu klemmen, macht also überhaupt keinen Sinn. Sie wollen am liebsten 24 Grad am Tag haben, und so ist es besser, mit dem Auspflanzen bis zu einem warmen Tag zu warten als sie zu zeitig auszupflanzen. 
Wer der Pflanze etwas richtig Gutes tun möchte, nimmt sie anfangs in der Nacht wieder ins Haus, besonders wenn es kalt ist. 
Alternativ können Sie die Pflanzen über Nacht mit Gartenvlies abdecken. 
Logischerweise ist es leichter, eine Pflanze im Kübel umzusetzen, denn bei einem Läuseangriff, was schnell passieren kann, können Sie ihn schnell ins Freie holen und draußen die Pflanze abspülen.

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Mit zusätzlicher Wärme können die Pflanzen zeitiger ausgepflanzt werden

Es gibt gelbe, grüne und rote, aber keine blauen:

 

 

Knipsen Sie die Blüten ab


Am Anfang müssen Sie sich selbst und der Pflanze mit Härte entgegentreten. Mit Härte heißt, dass sie die ersten sechs bis sieben Blüten, die sich bilden, entfernen müssen. Dabei tut man sich zwar unheimlich schwer, doch zahlt es sich am Ende aus. Damit Ihr Vorhaben nämlich gelingt, braucht die Pflanze eine Fülle von Blättern, um Früchte bilden zu können. Wenn es nicht genügend Blätter gibt, passiert mit der Pflanze gar nichts mehr.

Das Beschneiden ist sehr einfach. Sie brauchen die Pflanze nämlich nicht beschneiden, obwohl manche Hobbygärtner das tun. Dem gegenüber ist es wichtig, die Pflanze mit Stäben zu stützen. Die Zweige brechen leicht unter der Last von schweren Früchten und können deshalb auch etwas hochgebunden werden. Manche Chilizüchter entfernen ständig den einen von zwei neuen Nebentrieben, die sich an jeder Seite einer Blüte bilden, um einen geraden Zweig zu bekommen, der sich an einer Rankschnur emporwindet. Chili kann man auch als Spalierpflanze formen.

Chili braucht am Anfang milden Dünger, das heißt, es wird mit jedem Wässern leicht gedüngt, jedoch nicht mit allzu starken Sachen. Sobald die Pflanze sechs Blätter hat, verträgt sie eine normalere Dosierung vergleichbar mit dem, was andere Pflanzen im Gewächshaus bekommen.

Treibhauspflanzen sind durstig, da bildet die Chilipflanze keine Ausnahme. Ein ein Meter hoher Strauch kann an einem warmen Sommertag drei Liter Wasser trinken. Einiges von dem Wasser braucht er, um sich selbst zu kühlen. An warmen Tagen muss man die Düngerdosis im Wasser reduzieren, da zwei Drittel des Wassers zum Kühlen verwendet werden.

 

 

Auch im Zimmer


Sie können Chili auch auf der Terrasse oder auf dem Fensterbrett züchten, wenn Sie kein Gewächshaus oder keinen Garten haben. Drinnen müssen Sie besonders darauf achten, dass die Pflanze bestäubt wird. Hierzu wird die Pflanze, wenn sie Blüten trägt, leicht geschüttelt. Fällt eine Blüte später ab, liegt das zumeist daran, dass sie nicht befruchtet worden ist.

Der Topf muss ausreichend Erde enthalten. Je mehr umso besser. Kleine Sorten kommen mit einem Liter aus, doch besser ist es, ihnen fünf Liter zu geben. Großfrüchtige Chili brauchen mindestens fünf Liter und gerne mehr, um eine ordentliche Ernte zu ermöglichen. 
Auch im Freiland können Sie Chili anbauen. Je wärmer und heller es ist, umso besser wird das Ergebnis.

 

 

Beitrag von Lars Lund.