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Gewächshauspflanzen werden auch krank

So halten Sie Krankheiten auf Abstand

  

Wenn der Sommer zeitig beginnt, gibt das den Gewächshauspflanzen einen ordentlichen Schub. Das bedeutet auch, dass Krankheiten, die sich sonst erst später in der Saison zeigen, zeitig auftreten. Einige Gewächshäuser quellen förmlich über vor Läusen und Mehltau, während in anderen gelbe und versengte Blätter das Bild bestimmen.

Es ist nicht immer leicht, eine sichere Erklärung für alle Probleme zu benennen. In manchen Fällen gibt es mehrere Möglichkeiten, doch mit einer Lupe und einer genauen Beschreibung der Pflegemethode der Pflanze kommt man ein gutes Stück weiter.

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Magermilch tötet zwar keine Pilze, beugt dem Befall aber vor, Lars Lund

Krankheiten kommen in der Regel immer dann:

ZU VIEL FEUCHTIGKEI


Ein Gewächshaus ist ein sehr geschlossenes Milieu und viele Krankheiten werden von Wassertropfen übertragen oder brauchen Feuchtigkeit, um sich entwickeln zu können.

Mehltau entwickelt sich paradoxerweise, wenn der Boden zu trocken ist, verbreitet sich aber hauptsächlich bei hoher Luftfeuchtigkeit. 

Eigentlich alle Pilzerkrankungen entwickeln sich in einem feuchten Klima. Es ist daher wichtig, dass die Pflanzen nicht ständig in einem feuchten Milieu stehen.

 
Im Freien trocknen die Pflanzen schnell und haben weniger Pilzbefall, besonders wenn beispielsweise die Apfelbaumkrone gut durchlüftet ist. Wässern Sie Ihre Gewächshauspflanzen nicht von oben mit einer Brause. Wässern sie am Boden (Gurken etwas weiter entfernt vom Wurzelstock) und lüften Sie morgens und abends. Haben Sie häufig Krankheitsbefall, sollten Sie alle Fenster und Türen öffnen. Pflanzen im Wachstum brauchen gar nicht so viel Wärme, wie Sie glauben.

DIE PFLANZEN HABEN STRESS

Pflanzen erleiden aus mehreren Gründen Stress, in der Regel aber, wenn sie zu zeitig ausgepflanzt werden. Liegt die Bodentemperatur nicht über 14 Grad, fehlt ihnen Phosphor, weil er von den Pflanzen erst bei Temperaturen über 14 Grad aufgenommen werden kann. Gurken, die vor dem 1. Juni ausgepflanzt werden, laufen Gefahr, ein schlechtes Wurzelsystem auszubilden, was die Pflanze schwächt. Das Ergebnis eines zu zeitigen Auspflanzens tritt erst später zutage, oft durch eine schlechte Fruchtentwicklung und kranke Blätter.

WENN DIE PFLANZEN ZU VIEL ODER ZU WENIG STICKSTOFF HABEN 

Dosieren Sie genau nach Anweisung. Wenn Sie Ihren Dünger selbst herstellen, kann die Farbe der Blätter darüber Auskunft geben, ob es ihnen gut geht. Grüne Blätter bedeuten Gesundheit. Werden sie heller als gewohnt, kann Dünger fehlen. Zu viel Stickstoff (N) ist nicht gut (besonders nicht für Gewächshauspflanzen). Hier sind Phosphor (P) und Kalium (K) fast wichtiger. Wein braucht fast gar keinen Dünger, gerne aber Kompost.

Die Erde ist zu schlecht 


Erde, Kokos und Torf sind die typischen Pflanzmedien, Kokos jedoch in Mikrogröße, weil das Produkt schwer zu bekommen ist. Pflanzen Sie in Beete, müssen Sie jedes Jahr mindestens eine neue Lage umgesetzten Kompost zuführen. Der wichtigste Stoff in der Erde sind alle die Milliarden von nützlichen Mikroorganismen und Pilzen, die es dort gibt. Sie müssen mit Kompost gefüttert werden, und dann geben sie die wichtigen Mineralstoffe an die Erde und die Pflanzen zurück. Bei Anzucht direkt in der Erde kann die Pflanze tiefere Wurzeln und damit ein weiter verzweigtes Wurzelsystem entwickeln. Zu den wichtigen und sehr nützlichen Pilzen zählen die Mykorrhizen, die unter anderem die Phosphoraufnahmefähigkeit der Pflanzen verbessern. Leiden Ihre Pflanzen an Phosphormangel (versengte Blattspitzen können der Indikator sein), können Sie der Erde oder Ihrem Pflanzmedium Mykorrhizen beimengen. Osmo ist einer der Anbieter – möglicherweise gibt es weitere.

Zu 90 Prozent wird als Pflanzerde Torf verwendet, davon (ca. 10 %) in Pflanzsäcken, die auf der Erde liegen. Dies wird gemacht, um den Austausch der Erde oder das Aufbringen einer neuen Schicht Kompost zu vermeiden. Die meisten nehmen Torf als Pflanzerde, weil ein Pflanzsack kombiniert mit Kapillarkästen eine gute Lösung für Eilige ist.

 

Manche Hobbygärtner behaupten, dass wer in Kapillarkästen züchtet, oft Krankheitsprobleme wie z. B. Blütenendfäule bei Tomaten hat. Da fast 80 Prozent in Kapillarkästen ziehen, muss es also stimmen, dass hier auch die meisten Krankheiten zu finden sind. Hier ist die typische Erklärung, dass die Gefahr der Überdüngung besteht. Wenn es warm ist, brauchen die Pflanzen Wasser zum Abkühlen, und wenn man mit jedem Füllen eines Kastens genauso viel Dünger hineingibt, dann kann man sehr leicht überdüngen. Daher ist es wichtig, in einer Hitzewelle ab und an das Düngen auszulassen oder weniger als normal zuzuführen. Denken Sie auch daran, dass die Krankheit leicht Tomaten befällt, wenn man nur mit Regenwasser wässert. Wässern Sie jedes zweite Mal mit Wasser aus dem Hahn. Torf an sich ist ein gutes Produkt – und wir reden hier nicht von Ökologie – weil er viel Wasser aufnimmt, doch bei Kapillarkästen sollte man den teuersten Torf wählen, weil der poröser ist und die beste Qualität hat. Schauen Sie auch hier nach der Füllmenge des Sacks. Je mehr Volumen, umso besser. Champignonkompost ist ein Mischprodukt aus Pferdedung und Torf und die Säcke haben zumeist ein gutes Volumen.

Produkte, die Pilzerkrankungen vorbeugen helfen


Magermilch wird auf die Blätter gesprüht, die dadurch mit einer Kalziumschicht bedeckt werden.
Ein Auszug aus Schachtelhalm oder Knoblauch schützt und tötet in einigen Fällen sogar Pilze ab.                                    

 

Beitrag von Lars Lund.