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Das Umfeld des Gewächshauses

Wer ein Gewächshaus baut, kann den Standort selten wirklich frei wählen, schließlich wird das Haus in der Regel auf dem bereits vorhandenen Grundstück errichtet. Wer in den Bergen lebt muss eine Hanglage akzeptieren. Wenn das Grundstück in einer Senke liegt muss mit einem Frostloch gerechnet werden. Man kann ungünstige Standorte jedoch verbessern. Mit Umfeld ist hier nicht nur der Standort gemeint, Umfeld bedeutet mehr.

So fühlen sich alle wohl… Nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Beschützer und die Gartenbesitzer

Optimale Bedingungen im Sommer und auch im Winter

Den richtigen Standort ist eigentlich ganz einfach zu finden. Soviel Licht wie möglich, vor allem wenn eine Winternutzung vorgesehen ist. Dabei den jahreszeitlichen Sonnenstand berücksichtigen, das wars! Die Sonne scheint im Winterhalbjahr nur mit geringerer Einstrahlung, wenn sie jedoch doch mal scheint, sollte man das auch nutzen. Das gelingt optimal, wenn eine der Längsseiten nach Süden ausgerichtet ist. Es ist nämlich einfacher Glasflächen zu schattieren falls man den Lichteinfall im Sommer reduzieren muss als Licht ins Gewächshaus zu bekommen. So wird es auch überall empfohlen wird, ergibt sich daraus eine Ausrichtung in Ost-West-Richtung. Wenn man das Gewächshaus nur im Sommer nutzen will, kann sich allerdings auch eine Nord-Süd-Ausrichtung anbieten, da die Temperaturen für Tomaten und Gurken nicht zu schnell zu hoch werden.

 

Ein Gewächshaus passt überall
Da bei den meisten Kleingewächshäusern der Unterschied von Länge und Breite ohnehin nicht gravierend ist, sollte man besser die kleinste Fläche der Hauptwindrichtung zuordnen. Besonders wichtig ist dies, wenn das Haus beheizt wird. Wind kostet mehr Energie als Kälte, deswegen wäre ein windstiller Platz am Optimalsten. Steht dieser jedoch nicht zur Verfügung, kann die Anpflanzung einer Hecke oder ein Zaun den Wind brechen.

 

Schatten durch Bäume

Bäume sind sehr nah am Gewächshaus, besonders immergrüne Bäume wie Nadelbäume, weniger geeignet, da neben Lichtmangel auch herabfallende Äste die Bedachung beschädigen, Blätter diese beschmutzen oder Wurzeln das Fundamente lockern können. In der Entfernung können zum Beispiel Laubbäume nützlich sein, da diese die Schattenwirkung im Sommer positiv beeinflussen können. Die Wintersonne hingegen stören die Laubbäume nicht.  

Wenn man glaubt das Gewächshaus sei eine „Insel“ im Garten, so täuscht man sich. Läuse oder Schnecken machen vor dem Gewächshaus nicht halt. Ein naturnaher Garten als Umfeld schützt auch das Gewächshaus und seine “Bewohner“.  Läuse, die schon im Garten „gefressen“ werden, kommen gar nicht erst ins Haus. Schnecken, die der Igel neben Raupen als Abendessen nutzt, befallen keinen Kohlrabi im Gewächshaus. Auch Frösche und Kröten sind willkommen. 

Immer mit offenen Augen durch die Welt bzw. den Garten gehen. Wer weiß wen man alles entdeckt…

Möglichst viele Nützlinge sollten sich im Umfeld des Gewächshauses aufhalten, z. B. Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer, die durch Bestäubung und als biologische „Schädlingsbekämpfer“ das Haus schützen.  Dabei sollte man sie unterstützen und ihnen eine sichere Unterkunft bieten. Ein Insektenhotel gibt es zu kaufen oder man kann es leicht selber bauen.

Ein absolutes Luxushotel! Hier fühlen sich alle Insekten wohl