• 0 0

Beim Bepflanzen eines Gewächshauses geht es darum Eigene Erfahrungen zu sammeln und die kleinen Erfolge zu feiern

 

Liv und Mads sind mitten in ihrer ersten Gewächshaussaison. Sie bekommen Hilfe von ihren Freunden Frederik und Nanna. Das Gewächshaus ist wie ein extra Raum im Garten, indem die vier zusammensitzen können, besonders wenn es dämmert und es zu kalt wird draußen am Lagerfeuer zu sitzen.

Liv und Mads sind mitten in ihrer ersten Gewächshaussaison, und bisher ist nur ungefähr die Hälfte des Saatguts auch etwas geworden. Man kann viel aus dem Lernen was schief geht, sagt Frederik Skovgaard, der seinen Freunden mit dem Bepflanzen des Gewächshauses hilft.

Man nimmt einen Traum und pflanzt ihn ein, und vielleicht wird daraus etwas. Ungefähr so haben es Liv Martine Nieman Hansen (29) und Mads Nieman Hansen (30) in ihrem neuen Gewächshaus Typ „Orangerie“ von Juliana gemacht. Das Haus wurde letzten Herbst aufgebaut, deshalb ist dieses Jahr ihre erste Saison im Gewächshaus.

„Ich bin wirklich überrascht darüber, wie viel Spaß es macht sein eigenes Gemüse anzubauen, aber wenn ich nächstes Jahr etwas anders machen könnte, würde ich kein Saatgut, sondern direkt etwas ältere Pflanzen kaufen“, sagt Liv.

Ihrem Mann Mads geht es genau umgekehrt: er findet es toll das Saatgut in die Erde zu bringen und zusehen wie es keimt und zu wachsen beginnt.

„Ich finde es ganz speziell, den ganzen Prozess mitzuerleben. Ich baue sogar eine recht enge Bindung zu diesen Pflanzen auf, dadurch dass ich sie jeden Tag pflege und wässere“, sagt er.

Liv und Mads haben bei Instagram das Profil „Projekt Bækkelund“ erstellt (Link), in dem sie ihren circa 50.000 Followern über ihr Leben auf ihrem Hof in der Nähe von Hirthals (im Norden Jütlands) erzählen.

Obwohl sich beide für Essen interessieren – Mads auf Grund seiner Arbeit als Koch und Liv auf Grund ihrer Passion fürs Backen, was dazu führte, dass sie „Das Große Backen“ in Dänemark in 2015 gewann - sind sie doch Anfänger, wenn es um den Anbau von eigenen Tomaten, Zucchini, oder Paprika geht. Und deshalb ist es gut, dass sie einen Freund um Hilfe bitten können.

Im Gewächshaus sind unter anderem Tomaten in Säcke mit Pflanzenerde gepflanzt. Empfohlen werden maximal zwei Tomatenpflanzen pro Sack Pflanzenerde, da die Pflanzen größer werden und Platz brauchen. Zwischen den Tomaten wächst Basilikum – das soll angeblich ihren Geschmack an die Tomaten abgeben und Ungeziefer fernhalten.

 

ALS JUNGES PAAR AUF DEM LAND

Besagter Freund heißt Frederik Skovgaard (27) und wohnt zusammen mit seiner Freundin Nanna Nørholm (30) in der Nähe. Frederik og Nanna haben noch kein eigenes Gewächshaus, bauen aber unter freiem Himmel ebenfalls ihr eigenes Gemüse an. Auf ihrem Instagram Profil „Udkansk“ (Link) teilen sie ihre Erfahrungen, und erzählen über das Anbauen unter freiem Himmel, und über ihr Leben als junges Paar auf dem Land.

Nanna ist Tierärztin und Frederik studiert Lehramt; wenn er nicht gerade didaktische Methoden lernt, durchforstet er Literatur über Gartenbau und die Natur.

„Ich komme aus einer Familie, wo schon immer selber angebaut und auch die Natur viel genutzt wurde – besonders meine Oma hat mir viel beigebracht. Sie war immer sehr fleißig im Garten“, sagt er.

„Du vertiefst dich gerne in neue Themen und beschäftigst dich zum Beispiel mit PH-Werten und biologischen Prozessen“, sagt Nanna.

„Ich bin wahrscheinlich echt ein kleiner Streber“, sagt Frederik, während die andren Drei zustimmend nicken.

Die vier sitzen im Gewächshaus, wo sich der kalte Westwind in ein laues Lüftchen verwandelt. Ringsum in den Ecken sind Hochbeete verteilt, unteranderem mit Zucchini, Mais und Salat, und auch ein paar Pflanzkästen mit Tomaten. Die Tomatensamen sind dabei zu keimen, und nun drücken alle die Daumen, dass sie gut wachsen und Setzlinge entstehen.

„Dieser Übergang von keimendem Saatgut zu Setzlingen, kann eine Herausforderung darstellen“, sagt Frederik.

Er erklärt, dass besonders der große Temperaturunterschied und das Abpassen des richtigen Zeitpunktes, um die Setzlinge umzupflanzen zu beachten sind. Aber natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Pflanzen.

„Paprika, Chili und Gurken brauchen zum Beispiel viel Wärme, und sollten deshalb nicht zu früh nach draußen. Tomaten hingegen können ab Mitte Mai gut hinaus ins Gewächshaus.“

EIN SPRUNG INS KALTE WASSER

Für Neuanfänger im Gewächshaus ist Frederiks Empfehlung einfach drauf loszulegen und eigenen Erfahrungen zu sammeln. Den einzigen Rat, den er gibt, ist mit Tomaten anzufangen.

„Die Tomate ist eine sehr dankbare Pflanze – es ist wichtig, dass man sie tief in die Erde pflanzt, damit die Wurzeln ordentlichen Halt haben. Die Wurzeln der Tomatenpflanze haben nämlich die Tendenz seitlich aus der Erde zuwachsen, dabei es ist wichtig, dass sie sich nach unten orientieren.“

In den Pflanzkästen stehen ein paar kleine Tomaten. An jenem Maitag sehen sie noch recht klein aus, doch bald werden sie in die Höhe wachsen, versichert Frederik.

„Tomaten wachsen schnell und nehmen viel Platz ein – deshalb empfehle auch ich nur zwei Pflanzen pro Sack Pflanzenerde.“

Tomaten müssen nicht unbedingt aus Saatgut herangezogen werden, sie können auch als kleine Pflänzchen im nächstgelegenen Gartencenter erworben, und dann hinaus gepflanzt werden. Genau deshalb hat Liv die Saatgut Prozedur auch noch einmal abgewogen.

„Also, wenn man eine kleine Tomatenpflanze für circa ein bis zwei Euro kaufen kann und sich dadurch die Mühe mit dem Saatgut spart, wo man nicht sicher sein kann, dass die Setzlinge auch etwas werden, bin ich dann doch für die einfachere Lösung“, sagt sie.

Die Anderen lachen – das kennt Nanna gut und weiß, dass Liv die Lösung bevorzugt, die schnell Setzlinge hervorbringt, statt langwierige Prozesse, die Geduld verlangen. Zum Glück ist im Gewächshaus Platz für beides.

Nanna gibt ihrer Freundin einen liebevollen Klaps auf die Schulter und lächelt: „Nächstes Jahr kannst du ein paar Tomatenpflanzen von mir bekommen.“

FREDERIKS TIPPS FÜR DEN KRÄUTERGARTEN

Kräuter sind eine tolle Ergänzung beim Kochen, und es gibt nichts Besseres als seine eigenen Kräuter zu ernten. Sie sind relativ einfach zu pflanzen, aber es gibt Unterschiede wie viel Wasser und Wärme sie brauchen.

Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin, und Oregano brauchen viel Sonne, und deshalb ist es gut ein Gewächshaus zu haben. Diese Kräuter sollten zwischen den Wässerungen ruhig trocken werden, da sie sonst leicht faulen oder schlapp aussehen.

Um den Kräutern eine Umgebung zu schaffen, die sie an ihre ursprüngliche Herkunft am Mittelmeer erinnert, kann man herkömmliche Pflanzenerde (falls möglich ohne Torfmull) mit Sand oder ähnlichem vermischen, um die Erde poröser und trockener zu machen.

Wenn man hingegen mit Minze, Klee, Basilikum, Zitronenmelisse oder Zitronen Verena arbeitet, sollte man eine feuchte Pflanzenerde verwenden.

Abhängig vom Wetter und der Jahreszeit ist Mitte Mai/ Anfang Juni eine gute Zeit die Kräuter im Gewächshaus anzupflanzen, solange die Temperaturen nachts nicht unter 10°C liegen.

FREDERIKS TIPPS ZUM TOMATENANBAU

Eine gute Tomatenpflanze für Anfänger ist „Gardiners Delight“. Die ist robust und einfach zu pflanzen.

Für optimales Wachstum sollte man Triebe an den Blattachseln abschneiden, sodass sich die Pflanze sich auf ihre Blühten konzentrieren kann, anstatt auf zusätzliches Blattwachstum.

Später sollte man versuchen zu vermeiden, dass die Haut der Tomatenfrüchte platzt, indem man die Erde gleichmäßig feucht hält, damit die Tomaten sich richtig entwickeln können. Wenn die Erde austrocknet zieht sich die Haut der Tomaten zusammen und sobald man sie dann wieder wässert, platzt die Haut, da sie durch die Dehydrierung nicht länger elastisch ist.

Eine optimale Tomatenpflanze hat 4-5 große Stauden – wenn sie das erreicht hat, empfiehlt Frederik, weitere Triebe abzuschneiden, damit sich die Pflanze auf diese 4-5 Stauden konzentrieren kann und die Tomaten reifen können, anstatt dass die Pflanze ihre Kräfte für weiteres Wachstum nutzt.

 

 

 

WEITERE INFORMATIONEN ÜBER LIV UND MADS‘ GEWÄCHSHAUS

Gewächshaus Typ „Orangerie“ von Juliana
Größe: 15,2 m2
„Ein Gewächshaus der Luxusklasse, dass mit dem Erker und der Doppeltür einen einzigartigen Außenraum erschafft.“
Mehr Infos und Produktinformationen gibt es hier